Patenschaft Agrarprojekt

Durch die Feldarbeit können sich Schüler der weiterführenden Schule IPK (Institut Présbitérien de Kirinda) - oder deren Eltern einen Teil des jährlichen Schulgelds auf den schuleigenen Feldern verdienen. Angebaut werden Süßkartoffeln und Maniok, und im Gemüsegarten zusätzlich Auberginen, Karotten, Zwiebeln und Kohl. Das Gemüse kommt der Schulkantine zugute und trägt zu einer ausgewogenen Ernährung der Schüler bei, die vor Krankheiten schützen soll. Um den erfolgreichen Anbau kümmert sich ein angestellter Gärtner; die Tiere, insgesamt vier Kühe und drei Schweine, werden von einem jungen Mann betreut. Der Kuhmist kann als wertvoller Dünger verwendet werden, die Milch ist eine weitere Bereicherung für die Ernährung. Dank einer einmaligen Spende - die Kuh Anna Maria - von deutscher Seite, konnte das Projekt 2003 beginnen und wurde im Dezember 2005 erweitert. Durch die Verknüpfung des Agrarprojektes mit den Vollpatenschaften ermöglichen wir circa 60 neuen, besonders hilfsbedürftigen Schülern, während der Schulferien (November 2005 bis Januar 2006) die schuleigenen Felder zu bestellen und sich das Schulgeld eigenständig zu verdienen. Die insgesamt benötigten 220 Euro können wie folgt erarbeitet werden: Auf den Feldern sollen etwa 35 Tage bei einem Tageslohn von 1,30 Euro gearbeitet werden. Insgesamt können so 46 Euro verdient werden. An jedem Arbeitstag bekommen die Schüler das Mittagessen in der Schulkantine gestellt, da sie teilweise täglich über sechs Stunden Fußmarsch zurücklegen.Damit die Schüler nicht ihre gesamten Ferien getrennt von ihren Familien verbringen müssen, sollen sie auch zu Hause Verantwortung übernehmen und sich weitere 44 Euro durch Feld- oder Hausarbeit, die privat bezahlt wird, hinzuverdienen. Die noch fehlenden 100 Euro werden direkt von den Pateneltern aus Deutschland bezahlt. Von ihnen soll darüber hinaus auch der Lohn für die Feldarbeit übernommen werden. Der gesamte Patenschaftsbeitrag von 220 Euro pro Schuljahr beinhaltet außerdem eine Schuluniform und die Mitgliedschaft in der Krankenversicherung. Durch dieses neue System soll eine aktive, an die Möglichkeiten der Schüler angepasste Mitarbeit erzielt werden. Vom Bittsteller sollen die Jugendlichen zu selbständigen jungen Menschen werden, die ihr Leben trotz der alltäglichen Schwierigkeiten in die eigene Hand nehmen.
Viele Schüler befinden sich in einer Art Lethargie, ihr Selbstmitleid über ihre aktuelle Situation macht sie unfähig, selbst Initiative zu ergreifen. Wir hoffen, durch das Patenschafts-Agrarprojekt möglichst vielen Schülern die Schulausbildung sicherstellen zu können und gleichzeitig Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Zum Ende ihrer Schullaufbahn können sie dann von sich sagen, dass sie auch aus eigener Kraft den Abschluss erreicht haben. Durch mögliche weitere Spenden und dem Kauf von zusätzlichem Ackerland ist eine Expansion des Projektes erwünscht, das bis jetzt sehr gut funktioniert. Die Schule könnte so einen gewissen Teil der Ernte auf dem Lokalmarkt verkaufen und mit den Einnahmen neue Bücher und Lehrmaterialien anschaffen. Für die erfolgreiche Realisierung des Projektes brauchen wir neben dem Engagement der ruandischen Schüler auch Ihre Unterstützung. Übernehmen Sie eine Patenschaft, je nach Wunsch für ein bis fünf Jahre!
Kure y amaso si kure y umutima! - Weit von den Augen ist nicht weit vom Herzen!

Die Kuh Anna-Maria - finanziert mit Spendengeldern von "JMfa"
Pflanzung von Ananas
Schüler bei der gemeinsamen Schulreinigung
Nach getaner Arbeit - Schüler der IPK mit Dorothée und Elena beim Ananasanbau.